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VVV1 - Gipfeltreffen in Zschopau – Oben weht ein rauer Wind.

Volleyball vom Feinsten versprach das Hinrunden-Finale in der Zschopauer Gymnasiumshalle Trafen sich doch tatsächlich drei Mannschaften, die allesamt in der gesamten Saison blitzsauber, lupenrein und (fast) ohne Makel alle Spiele gewonnen haben. Gewappnet aber entspannt ging dementsprechend das Venusberger Team in die erste Begegnung des Abends gegen Gastgeber VC Zschopau. Und so zauberte der VVV, trotz aller Unkenrufe hinsichtlich der vergangenen, nicht besonders rühmlichen Auftritte gegen das Heimteam, einen erstaunlich sauberen Volleyball aufs Parkett. Es lief. Bei allen. Treffsichere Angriffe folgten auf ordentliche Pässe, folgten auf gekonnte Annahmen. Etwas selbst überrascht vom souveränen Spiel überzeugte man und gewann den ersten Satz mit 25:16.
Alles andere als souverän war das, was danach kam. Gewarnt von den vorherigen Derbys gegen die, die sich vom Punktelieferant zum Angstgegner entwickelt haben, ging man bewusst in den zweiten Satz. Vermieden werden sollten die dramatischen Wendungen zu Ungunsten des VVV, die die letzten drei Begegnungen mit sich brachten. Vermieden werden sollte das bekannte Einbrechen, das man schon überwunden glaubte. Doch genauso kam es. Aus inkonsequenten Agieren, plötzlicher, unvermittelt einsetzender Schläfrigkeit und dem fehlenden Glück zeigte der VVV1 ein erneutes mal sein ängstlich-pubertäres, nicht ganz so glanzvoll-meisterliches Gesicht. Folgerichtig verlor man den zweiten Satz. Zu 16. Remis. Mist! Und obwohl man sich schwor im Dritten alles besser zu machen - „ne Schippe drauf zu legen“ – gelang dem Drebacher Team nun ebenfalls nichts mehr. Auch nicht das zwischenzeitliche ein- und auswechseln von Zuspieler und Außen brachten einen spürbaren Progress im Spiel. Der VC dominierte nach Belieben und gewann nicht unverdient nach dem zweiten, sowohl den dritten Satz. Hängende Gesichter war das was folgte. Aber auch der passende Humor zur Situation.

Im zweiten Spiel des Tages traf der VC auf die Jungs aus Antonsthal. Diese – erstarkt und bereichert durch zwei Rückkehrer -traten in bekannter Manier auf und zeigten wieder mal einen mehr als soliden, teilweise brachialen Volleyball. Gewohnt souverän und in Tradition eines zehnfachen Meisters gelang ihnen ihr Auftritt gegen die Heimmannschaft, womit Satz eins und zwei relativ ungefährdet an die Obererzgebirgler ging.

Das formell spannendste Duell des Abends und das eigentliche Finale hieß dann Venusberg vs. Antonsthal. Das „El Classico“ des erzgebirgischen Volleyballs. Rivalen unter sich. Doch trotz Handshakes und den üblichen freundschaftlichen Floskeln ging es auch hier von Beginn an sportlich-unkollegial zu Gange. Vom Aufschlag an entwickelte sich eine traditionell anschauliche Partie. Und obwohl bereits ein Teil des Zschopauer Publikums seine Plätze geräumt hatte, setzte die altbekannte Stimmung ein, die eine Marke ist für zwei Mannschaften die sich schon so oft in heißen Duellen auf Augenhöhe getroffen haben. Großartige Block- und Rettungsaktionen, die ein oder andere zweifelhafte Schiedsrichterentscheidung und Ballwechsel, die nicht enden wollten, unterstrichen die Qualität der Begegnung. Doch das nötige Fortune fand im ersten Satz noch nicht zum VVV zurück. Nach langer Führung bis und Satzball, spielte man zum Schluss nicht konsequent zu Ende und vergeigte, was zu vergeigen ging. Tragisch. Die positive Entwicklung vom dritten Satz gegen den VC, hin zum ersten gegen Antonsthal konnte nicht in zählbares umgemünzt werden. Doch im Gegensatz zum ersten, gelang es nun im zweiten Spiel die Köpfe oben zu halten und einfach weiterzumachen, wo man spielerisch aufgehört hatte. Der VVV zog den Finger, schüttelte sich und zeigte von nun an einen konditionsstarken, kampfbetonten Sport, der belohnt werden sollte. Folgerichtig gewann man den Satz und fixte das Remis fürs Erste. Es lief somit wieder einmal auf die Entscheidung hinaus, auf die man sich schon lang und ausgedehnt psychisch vorbereiten konnte. Das Spiellevel knüpfte an Satz eins und zwei an - beide schenkten sich nichts, ein stetiges Kopf-an-Kopf-Rennen. Und als zum Ende des Satzes ein ansehnlicher Puffer erarbeitet wurde traf auch das alte Selbstverständnis zum VVV wieder ein. Plötzlich ganz humorlos seine Punkte verwandelnd und dem nötigen Glück auf eigener Seite, trieb man die Antonsthaler zur Verzweiflung. Und als der Matchball fiel feierte sich das Team rund um Kapitän T. Neubert frenetisch. Ein Stein der vom Herzen viel. Nach zwei Niederlagen an einem Spieltag wäre die Weihnachtsfeier wohl ausgefallen.

Letztendlich muss dennoch konstatiert werden, dass der faktische Gewinner des Spieltags Antonsthal heißt. Die gestandenen Volleyballer sicherten sich mit nur zwei abgegeben Sätzen in der Hinrunde die Herbstmeisterschaft – für den Ausgang der gesamten Saison hat dieses Ergebnis jedoch keinerlei Entscheidungscharakter. Es bleibt eine Nervenprobe und eine greifbare Spannung rund um die drei Spitzenteams, die die Erzgebirgsliga so wohl noch nicht erlebt hat. Zu hoffen ist daher vor allem, dass auch die restlichen Teams der Liga in der Rückrunde zu ihrer Form zurückfinden und den Ausgang der Meisterschaft nicht spurenlos an sich passieren lassen.

Der VVV bedankt sich zum Ende der Hinrunde wie jedes Jahr bei allen Fans und Freunden die mit uns Spiele zu Festen gemacht, den Spielerinnen und Spielern, die sich entwickelt und ihr bestes gezeigt haben und bei allen Sponsoren, die wie jedes Jahr den Rückhalt unseres Sports bilden.
Vielen Dank und eine besinnliche Weihnachtszeit!
Euer VVV.

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