Was für ein Spiel! […] In zwei packenden Duellen besiegten die Venusberger Jungs Wildenau und Antonsthal 2:0 und 2:1, setzten sich mit insgesamt zwei Auswärtssiegen an diesem Spieltag an die Tabellenspitze und sicherten damit die Herbstmeisterschaft.

Doch zurück zum Anfang. Am vergangenen Freitag dem 05.12. reiste die erste Männermannschaft des VV Drebach / Venusberg zum Gipfeltreffen in die Ritter-Georg- Halle nach Schwarzenberg. Hier trafen die besten drei Teams der letzten Saison- also Wildenau, Antonsthal und Venusberg aufeinander.

Aufgrund der Verlegung weg aus Breitenbrunn- hin nach Schwarzenberg hieß die erste Begegnung des Abends somit auch nicht Antonsthal – VVV, sondern Wildenau gegen die Jungs in grün; eine Drehung die sich auszahlen sollte? [...]

Erster gegen dritter. Ein altbekanntes Match zweier Teams die schon in der Vergangenheit häufig aufeinander getroffen sind. Meist mit dem glücklicheren Ende für Venusberg.
So begann auch der erste Satz wie gewöhnlich recht ausgeglichen. Eine Partie entwickelte sich in der sich in beiden Teams phasenweise Fehler einschlichen. Kein hochklassiges , aber ein solides Spiel, welches mehr und mehr in die Hände der Gäste aus Venusberg geriet und schlussendlich in einem verdienten ersten Satzgewinn resultierte.
Auch der Folgende gestaltete sich auf ähnliche Art und Weise. Die Herren in grün überzeugen durch präzise Aufschläge, nehmen sauber an und verwandeln zuverlässig ihre Punkte im Angriff. Ein Spiel, in dem zu keinem Zeitpunkt Nervosität auf Seiten des VVV`s aufkommt und eine stabile Führung sorgfältig bis zum 2. Satzgewinn verwaltet wurde.

Die nächste Partie des Tages hieß nun Schwarzenberg gegen Antonsthal. Gewohnt routiniert und humorlos überzeugten hier die Gäste und siegten in beiden Sätzen klar und deutlich gegen eine scheinbar erschöpfte, glücklose und zu keiner Zeit ernsthaft gefährliche Heimmannschaft, welche nicht in Manier eines Tabellenführers auftrat.

Es folgte das Match zwischen Antonsthal und Venusberg. Das El-Classico der Erzgebirgsliga. Eines der wohl engsten Duelle im Kreis zweier Konkurrenten die sich inzwischen auf Augenhöhe befinden und sich nichts schenken. Die letzte Begegnung der beiden Mannschaften zum vergangenen Saisonfinale im heimischen Hexenkessel fand dabei das glücklichere, und damit für Venusberg bittere Ende in einem 1:2 Sieg auf Seiten der Hoch-Erzgebirgler. Eine Revanche war daher überfällig.

Diese zwei, die Erzgebirgsliga in den beiden letzten Jahren dominierenden Teams waren in der laufenden Saison von Verletzungs- und Ausfallproblemen betroffen und verzeichneten daher beide nicht die optimale Punkteausbeute, was die Bedeutung des Spiels noch einmal anfachte. Ein klassisches 4 Punkte Spiel.

Wie zu erwarten begann das Match hart umkämpft und keine Mannschaft konnte sich klar absetzen. Lange Ballwechsel, spektakuläre Angriffe und Abwehraktionen prägten ein hochklassiges Duell in dem beide Teams alles aufboten was die gute Volleyballschule verlangt. Kleine Fehler die schnell und konsequent bestraft wurden führten immer wieder zu Führungswechsel n. Erst gegen Ende des ersten Satzes gelang es den Venusbergern sich abzusetzen und die knappe Führung über die magische 25 Punkte Marke zu retten.

Der Zweite gestaltete sich anschließend in einem ähnlichen Schema. Beide Teams zeigen ein überaus gutes Spiel, das Glück für die wichtigen Punkte liegt diesmal aber in den Händen der Antonsthaler. Diese setzen sich phasenweise deutlich ab und erarbeiten sich somit einen verdienten zweiten Satz.

Es folgte also die Entscheidung im Tie Break. Schon im vorherigen Satz zeichnete sich ein erstarkender Gegner ab in Persona des sich warm machenden Mittelblockers des ASV der bis dahin gefehlt hatte. Die Venusberger waren also gewarnt. Gewarnt aber dennoch völlig frei von Angst oder Nervosität. Wenn schon den Erzrivalen besiegen, dann auch bitte in Topbesetzung.
Wie erwartet kam es zu einem selten gesehenen harten Fight zweier Teams, die sich so auch in einer höheren Klasse wieder finden könnten. Ein Duell dem es an nichts fehlte. Einsatz, Konzentration, Schlagkraft- der unbedingte Wille. In einem Spiel, welches wohl auch den Durchschnitts-Fußballbundesliga-Unterhemdenträger für Volleyball begeistert hätte, konnte sich bis kurz vor Schluss keines der beiden Mannschaften ernsthaft absetzen. Auch trotz phasenweiser Rückstände bewies diesmal der VVV ein noch nie dagewesenes Maß an Coolness, Gelassenheit und Ruhe die Punkte zum richtigen Zeitpunkt zu verwandeln. Ein neuer Reifegrad des Teams.
Und mit genau jener Ruhe die die Mannschaft auch teilweise in anderen Spielen der vergangen Saison bewies agierte sie auch jetzt, sodass gegen Ende plötzlich eine 23:19 Führung stand und der Sieg in greifbare Nähe rückte. Doch anders als geplant gelang es nicht sofort das Sideout anzunehmen und die fehlenden beiden Punkte zu verwandeln. Im Gegenteil. Der ASV kam noch einmal bis auf einen Zwischenstand von 23:23 heran. In Folge von Annahmefehlern machten es die VVV`ler noch einmal spannend, sodass schon die Spieler auf der Bank zu hyperventilieren begannen und Bier in Unmengen zum Zwecke der Kühlung dienen musste. Doch statt Nerven zu zeigen und das Spiel aus der Hand zu geben (wie es vor nicht allzu langer Zeit noch „gute Sitte“ gewesen ist) behielten die Youngsters aus Venusberg einen kühlen Kopf und verwandelten den Ball zum 24:23. Als dann der anschließende Matchball (ebenso erst nach mehrmaligen Ballwechsel) maßgerecht umgesetzt werden konnte brachen alle Dämme [...].
In einem heißen, emotionalen und wahnsinnig Energie-geladenen Spiel setzte sich schlussendlich das aufstrebende Team rund um Kapitän T. Neubert, weniger durch individuelle Klasse, sondern diesmal vielmehr wegen einer geschlossenen Mannschaftsleistung und aufgrund des unbedingten Siegeswillen durch.

Frenetisch konnten die Siege gefeiert werden, begann die Saison doch eher durchwachsen und Punkte wurden gegen Gegner liegen gelassen, wo man sie lieber nicht liegen lassen sollte. Umso wichtiger waren die letzten vier Erfolge der vergangenen beiden Auswärtsspiele für die Moral und den Kampfgeist der Mannschaft.

Der VVV1 verabschiedet sich somit als Herbstmeister in die Winterpause und bedankt sich bei allen Spielern, Sponsoren und vor allem bei den Zuschauern, die immer wieder das möglich machen was nicht möglich zu sein scheint.

Der Volleyball Verein Venusberg / Drebach wünscht allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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