Weder die gut 100 Zuschauer, noch die außergewöhnlich konstanten Leistungen in allen Bereichen konnten verhelfen, am Freitag, dem 9.5.2014, der Saison 13/14 einen krönenden Abschluss zu verpassen. Der im Vorfeld ausgelegte Druck war immens. Die Meisterschaft- nicht weniger war das Ziel des so ambitionierten Teams rund um Kapitän T. Neubert.

Das erste Duell gegen Dauerrivalen und Titelfavoriten Antonsthal war somit auch sofort entscheidend und dementsprechend umkämpft. Der von Beginn an sehr präsente und durch klare Angriffe glänzende VVV zeigte sofort wer Herr im Haus ist und bewies mit Kampf, Leidenschaft und jeder Menge Schweiß die eigenen Titelambitionen. Mit lautstarker Unterstützung und dem Enthusiasmus des Beginns ließen die Venusberger nichts anbrennen und erkämpften sich in einem physisch und psychisch anspruchsvollen ersten Satz den ersten Teilsieg. Der Weg für die Gala schien geebnet. Doch anders als erhofft gestaltete sich der zweite Satz deutlich schwieriger. Nun ohne den dröhnenden Support im Rücken (den K(appelmeyer)-Block) tat sich der VVV schwer, konnte nun nicht mehr so oft direkte Punkte erzielen und ließ auch Flüchtigkeitsfehler zu. Dauerhaft lief das Heimteam einer bis zu 6 Punkte Abstand zählenden Führung des erstarkenden Antonsthals hinterher. Dennoch gelang es sich zum Ende des zweiten Satzes wieder heran zu kämpfen und durch starke Angriffe, sowie Blockpunkte den Ausgleich herzustellen - der Dreier war in Sichtweite! Doch in genau dieser Phase griff die Souveränität des Alters, die Abgeklärtheit und Humorlosigkeit der seit Jahren, die Erzgebirgsliga dominierenden Mannschaft aus dem Obererzgebirge. Schlussendlich ging dieser Satz äußerst knapp an die Gäste mit 26:28 verloren. Der Schmerz saß dementsprechend tief.
Doch nichts desto trotz sollte sich noch einmal für den dritten, entscheidenden Satz berappelt werden.
Doch den Hausherren gelang es nun sichtlich schwerer den Aufwind-erhaltenen Gästen Paroli zu bieten. Der Satzausgleich bedeutete nämlich nicht nur die Verhinderung eines 2:0 Sieges der Venusberger, sondern vergab auch die Chance von nun an selbst die Meisterschaft in der Hand zu haben. Den Angriffen, dem Block und der Feldabwehr fehlte jetzt oft die letzte Konsequenz, mit der sich der erste Satz gewinnen ließ. Die Luft war sichtlich raus. Dennoch wurde sich nicht aufgegeben und weiterhin ein starkes Match abgeliefert. Am Ende hieß es jedoch 22:25… Resümierend kann man sagen, dass trotz des Satzverlustes und der damit verbundenen Niederlage dieses Duell wohl das sehenswerteste der gesamten Saison war.

Im zweiten Spiel ging es darauf gegen die Wildenauer, die auf Platz 3 standen und natürlich ihren Podestplatz vor den, von Platz 4 drückenden Thalheimern, verteidigen wollten. Es begann sich also ein ausgeglichenes Spiel zu entwickeln, welches jedoch sukzessive in die Hände der Heimmannschaft geriet. Folglich konnte der erste Satz nicht deutlich, aber ungefährdet gewonnen werden. Ähnlich gestaltete sich auch der Folgende: Venusberg behauptet sich und zeigt in einer unaufgeregten Partie keinerlei Nerven und leistet sich kaum Fehler, weshalb auch dieser Satz an die Jungs des VVV ging.

Das letzte Match des Abends war dagegen eher nur noch eine Randnotiz des Spieltags. Um selbst Meister zu werden benötigte Anthonstal nur einen Satzgewinn, was den Routiniers auch auf Anhieb gelang. Der Drops war damit gelutscht. Zwar wehrten sich die Wildenauer mit aller Kraft und konnten auch den zweiten Satz für sich entscheiden, aber den darauf folgenden sicherten sich die Meister der Erzgebirgsliga wieder relativ souverän.

Fazit des Abends:
- volles Haus und Weltklasse Stimmung
- verpasste Meisterschaft, trotz starker Leistungen
- Hegemonie Antonsthals ungebrochen- Glückwunsch zur Meisterschaft!
- beste Saison aller Zeiten

Leider hat es am Ende nichts genützt. Trotz des, seines gleichen suchenden Charakters unserer Heimspielstätte und einem Publikum das erstligatauglich ist, gelang es nicht den so erhofften Titel zu gewinnen.
Die Bilanz der Saison bleibt dennoch positiv. Mit nur 3 verlorenen Matches in Hin- und Rückrunde hat die erste Mannschaft des Volleyball-Vereins Drebach/Venusberg etwas Historisches- etwas nie Dagewesenes in der Vereinsgeschichte geschafft. Der VVV konnte zeigen, dass der 2. Platz aus dem Vorjahr kein Zufallsprodukt war und sich als „Upper-Class-Team“ etablieren. Er ist reifer geworden, harmonischer und das Heimspiel in der Sporthalle an der Grundschule stellt mittlerweile ein Großevent dar.

Nochmals wollen wir uns bei allen bedanken: Bei Familie, Freunden, Mitgliedern, Sponsoren, den treuen Fans, den VVV-Ultras (danke für alle geilen Aktionen) - kurzum bei all denen, die ermöglicht haben, dass der Volleyball in Venusberg sich zu dem entwickelt hat, was er heute darstellt.

Vielen Dank!

Der VVV verabschiedet sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge in die Sommerpause. Der Pokal und die Meisterschaft müssen auf das nächste Jahr warten.

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