Auch wenn der Volkslieddichter Anton Günther eines seiner bekanntesten Stücken sicher nicht für das Volleyball geschrieben hat, gilt seine Hymne doch ganz besonders für die Männer des VVV1. Am gestrigen Freitag begrüßten wir die weitgereisten Gäste aus Bockau und Breitenbrunn.
Gegen Erstere wurde begonnen. Wir mussten dabei auf Holger verzichten, da er die Firmenweihnachtsfeier dem Erlebnis im Hexenkessel vorzog. Zudem wurde rotiert: Micha bekam eine Chance auf der Zustellerposition, Tobias schaute sich die Angelegenheit von der Linie an. Bockau hatte bis dato noch keinen Sieg verzeichnen können, aber so traten sie wahrlich nicht auf. Ein Spiel auf Augenhöhe, geprägt von Nervosität, entwickelte sich. In den entscheidenden Szenen konnten wir uns jedoch durchsetzen und errangen den 1. Satz äußerst knapp. Mit mehr Ruhe und Gelassenheit wollten wir auch Durchgang 2 nach Hause bringen. Aber Theorie und Praxis sind sich manchmal uneins... Und so ging es weiter, wie bisher. Bockau konnte sich sogar einen kleinen Vorsprung erspielen, den sie fast bis zum Ende mitnahmen. Ein Wechsel (Tobias für Micha) beim Stand von 21:23 sollte den Rhythmus der Gäste unterbrechen - ein Plan der funktionieren sollte! Zwar hatte Bockau 2 Satzbälle, aber der VVV konnte sie abwehren und mit 26:24 siegen. Unter mörderischem Lärm, unterbrochen von Sprechchören, wurde die Pflichtaufgabe erfüllt und schließlich gebührend gefeiert. Wir bedanken uns für die phantastische und lautstarke Unterstützung, die den Sieg mit erzwungen hat und haben uns sehr über den Besuch der Fußballer des FV Venusberg gefreut! Vielen Dank.
Mit Breitenbrunn trat eine Mannschaft aufs Parkett, die für ihre Spielstärke und einen herausragenden Angreifer bekannt ist. Allerdings gibt es Gegner, gegen die man (warum auch immer) meist stark und erfolgreich ist - und Breitenbrunn gehörte in der Vergangenheit für den VVV dazu. Tobias rückte wieder für Micha in die Mannschaft, ein Wechsel der nicht lange von Bestand sein sollte - bei 6:8 knickte Tobias nach einem Block unglücklich um und musste ausgewechselt werden. Die Diagnose ist noch unklar - wir wünschen auf jeden Fall gute Besserung und baldige Genesung! Nach dem Wechsel erspielte sich der Gegner ein Übergewicht und konnte sich absetzen. Eine Auszeit beim Stand von 13:18 sollte Besinnung auf unsere Stärken bringen. Auch dies gelang. Aus ungeklärter Ursache verlor BB völlig den Faden, verballerte gute Angriffschancen und ließ uns gewähren. Der VVV im Aufwind, getragen von Trommel und Klatschrhythmus, siegte letztlich fast ungefährdet 25:20. Es lief also, was uns etwas übermütig dazu verleitete die Version des "Boxers" von Simon & Garfunkel in einer neuen Fassung zu zelebrieren. Lei lei lei, lei lei lei, lei lei lei lei lei lei...
Der 2. Satz wurde gewohnt kampfbetont ausgetragen. Auch der Schiedsrichter rückte jetzt ein ums andere Mal in den Fokus, da hochmotivierte Spieler uns Fans desöfteren einen anderen Armzeig gesehen hätten. Aber seine Leistung war völlig in Ordnung. Aufgrund sinkender Konzentration verloren wir ein wenig den Faden und schließlich den Satz. Der Gegner hingegen erstarkte und trat sicherer auf. Verdienter Satzausgleich.
Jetzt ging es mal wieder ans "Eingemachte". Auch der Entscheidungssatz bot Spannung. Ständige Aufschlagwechsel und Punktausgleiche zeugen von der Dramaturgie dieses Abends. Als es Richtung Ende ging, schien BB glücklicher zu aggieren. Ein dummer Abstimmungsfehler in unserer Annahme brachte ihnen die 23:21 Führung, eigentlich schwer da zurück zu kommen. Doch der nächste Punkt konnte per Angriffsschlag erzwungen und die Verkürzung hergestellt werden. Bei eigenem Aufschlag kam es jetzt auf die Arbeit unseres Blocks an. Und der präsentierte sich im spielentscheidenden Momemt in Hochform. Nach Ausgleich zum 23:23 nahm der Gegner eine Auszeit. Weitere 2 Aufschläge und starke Blocks besiegelten einen äußerst knappen aber nicht unverdienten Heimsieg.
Und hier liegt der Unterschied zwischen zuhause und auswärts, in fremden Hallen verlierst du so einen Krimi unglücklich, aber zuhause bringst du es heim! Drham is eben drham. Mit diesem versöhnlichen Abschluss einer Achterbahnhinrunde können wir uns im Tabellenmittelfeld wiederfinden und uns jetzt gemeinsam auf die Weihnachtsfeier in 2 Wochen freuen! Sport frei und lei lei lei,...
Übrigens: Bockau siegte im 3. Spiel überraschend 2:1.

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