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An Tagen wie diesen!

Auch eine Nacht danach fällt es schwer die Ereignisse des gestrigen Tages in Worte zu fassen. Trotzdem hier ein kleiner Versuch:
Mit dem Erreichen des Pokalfinales war allen klar: Etwas Großes liegt in der Luft - wir können erstmalig etwas Bedeutsames gewinnen. Genauso klar, unser Motto: Go big or go home! Die stark ansteigende Form der 1. Mannschaft in den letzten Wochen und die große Trainingsbereitschaft ließen die Vorfreude auf diesen Tag immer weiter wachsen. Der leidenschaftliche Sieg gegen Antonsthal letzte Woche hat zudem gezeigt, dass wir uns eigentlich vor Niemandem fürchten müssen.

Der Tag startete dann jedoch äußerst konfus! Nach wenig Schlaf für den ein oder anderen hieß es Abfahrt in Oberdrebach. Schon die Aufteilung aller Frühaufsteher auf die Autos unter den wachsamen Augen einer freundlichen Anwohnerin war eine Herausforderung. Nachdem wir endlich und viel zu spät starten konnten, stellte jemand die berechtigte Frage nach den Spielerpässen... Der Weber-Bus machte schließlich in Eh-dorf kehrt, um die Pässe im wahrsten Sinne einzusammeln. Während der Winterreise durchs verschneite Gebirge stellten wir dann fest, dass die Fahrzeuge hinter uns längst weg waren und zu allem Überfluss 2 Sporttaschen im nachkommenden Bus mitfuhren... Die chaotischen Umstände konnten jedoch dahingehend gemindert werden, dass Holger aufgrund der eigenen Anreise die Angelegenheiten mit Lutz Spalteholz inkl. der Verlegung des ersten Spiels klärte.

Nachdem sich schließlich alle Spieler, Sporttaschen und ca. 35-40 Ultras in der Halle einfanden, starte zunächst die Partie Thalheim gegen Albernau. Und die ging lang - 5 Durchgänge - denn im Pokalfinale wird auf 3 Gewinnsätze gespielt. Die routinierten Thalheimer siegten am Ende durch ihre Erfahrung 3:2. Die Geduldsprobe für unsere Fans hatte den Vorteil, dass bis zum ersten Spiel des VVV weitere stimmgewaltige Ultras nach kirchlichen Verpflichtungen die Halle erreichen konnten.

Dann endlich ging es los - gegen den Verlierer Albernau. Fehlstart ist wohl leicht untertrieben, betrachtet man den Beginn des Spiels. Nervosität und ein eingespielter Gegner sorgten für einen frühen und hohen Rückstand. Doch lieber ein schlechter Beginn, als ein schlechtes Ende. Unsere Qualität steigerte sich nur ganz allmählich und obwohl es durchaus genügend Chancen gab, ging der Satz knapp verloren. Im 2. Durchgang wurden wir besser und kamen zu klareren Aktionen, ohne dabei wirklich zu überzeugen. Trotzdem gelang der verdiente Satzausgleich. Jetzt wurde gewechselt - Martin kam für Manuel in die Partie und ging auf seine Position, Holger rückte auf die Mitte. Ein Griff in die Schleifmaschine (mit tiefer Fleischwunde an 2 Fingern der rechten Schlaghand) konnte Erstgenannten nicht von seinem Pokalfinale abhalten - so sieht er aus, der Einsatz für den VVV! In der kampfbetonten Begegnung mit oft sehr langen Ballwechseln gewannen wir nun mehr und mehr die Oberhand. Die Leistungssteigerung von Satz zu Satz bedeutete schließlich den verdienten und viel umjubelten 3:1 Sieg.

Jetzt stand das Finale auf dem Programm. Eine Revanche für die Niederlage der Vorwoche musste her - es ging ja schließlich um den Pott. Der Funke der Ränge sprang nun endgültig auf das Spielfeld über. Leidenschaft, Wille, Kampf und Spielwitz - jetzt war alles zu sehen. Vor allem die brutal gute Blockarbeit brachte auch erfahrene Krieger der Gegenseite zur Verzweiflung. Im zweiten Durchgang gelang zwischendurch fast alles. Zwar kämpfte sich Thalheim immer wieder zurück, doch der große Vorsprung während des Satzes reichte schließlich zur 2:0 Führung. Jetzt musste uns Holger - trotz aller Rufe der Fans - aus terminlichen Gründen verlassen. Manuel kam für ihn zurück. Zwar versuchten die Thalheimer alles, aber an diesem Tag konnte es nur einen Sieger geben. Mit 25:23 wurde der Satz nach Hause gebracht. Der 6. Sieg im 6. Pokalspiel - es war geschafft!

Jetzt brachen alle Dämme - nicht nur bei unserem Ehrenmitglied. "Sieger Erzgbirgspokal 2013" so stand es auf den Tshirts - manchmal muss man auf große Momente vorbereitet sein. Unglaublicher Lärm, Jubel, Siegestaumel und Konfettiregen, so etwas hat auch unser Staffelleiter in seiner langen Tätigkeit noch nicht erlebt. Jetzt gab es nur noch Gesänge, Gesänge die auch unter der (Sekt-)Dusche nicht verklangen. Ein feierlicher Ausklang in der "Villa" war der emotionale Schlussakkord eines phänomenalen Tages!

An dieser Stelle der Dank an unsere Fans: Danke für euer zeitiges Aufstehen, das geduldige Ausharren am Anfang, eure Stimme, die wunden Hände, das Konfetti,... Ihr seid die Besten und ohne euch wäre es weder erfolgreich noch schön gewesen - Dankeschön für einen unvergesslichen Tag.

Und schon am Freitag geht es weiter - dann empfangen wir Zschopau und Wildenau. Gerade Letztere sind überfällig - also seid dabei, wir werden alles geben um auch in der Liga noch einmal anzugreifen.
VVV - You´ll never walk alone!

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